Matthias berichtet 2022 07/2022


Junge Bio- Hähne im Auslauf hinterm Stall. Sie üben sich noch im krähen.

Hähnchenfleisch, ehrlich aufgezogen


Bruderhähne im Stall 1 auf dem Schniedershof - Naturkost Schniedershof - Ihr Biokisten Lieferservice vom Niederrhein

Die erwachsenen Hähne auf dem Schniedershof.

Die Eierproduktionsindustrie, es ist in den letzten 5-6 Jahrzehnten eine Industrie geworden, beherrscht mit, wie ich meine, fürchterlich unklugen Methoden den Eier- und Geflügelfleisch-Markt! Unklug deshalb, weil das zu keinem guten Ende führt, was getan wird, bzw. was nicht getan wird. Man könnte sagen, dass geht auf keine Kuhhaut, wie dumm gehandelt wird, was jedoch nur bedingt richtig ist, weil es hier nicht um die Kuh, sondern ums Geflügel geht. (Wenngleich es um die Kühe, besser gesagt das Rindvieh, gar nicht besser steht). Die Geflügelhaltung ist extrem in ein wirtschaftlich fokussiertes Denken und Handeln abgerutscht, da zählt die Henne und der Hahn, die Pute und der Puter, die Gans und der Ganter, die Ente und der Enterich, also das Tier gar nicht mehr! Und von Lebensmittelqualität zu sprechen, das geht gar nicht. Wirklich EXTREM untierisch und unmenschlich ist das Verhalten aller Beteiligten! Es wird einfach weggeschaut und Verbraucher schauen allein auf den Preis. 

Das Tier ist unser Partner hier auf Erden und wir haben die Aufgabe mit den Tieren diese Erde zu beleben; und das partnerschaftlich. Partnerschaftlich im Umgang hat einen moralischen, einen ethischen Aspekt. Der ist dann der Maßstab, nicht der günstigste zu erzielende Preis. Nun kann man dazu auch sagen, dass man sie dann auch nicht töten darf, was ich zwar als einen Weg anerkenne,, aber dieser hat auch Haken. Ich plädiere dagegen zu einem ethisch korrekten Verhalten MIT den Tieren und ebenso einem ethisch korrekten Schlachten. Das praktizieren glücklicherweise schon viele BioBetriebe, aber dieses zu bearbeitende Feld ist noch groß, wir sind vielleicht auch nicht mehr am Anfang. Wir lassen unsere Tiere hier in Wachtendonk bei der Schlachterei Thönes in unserer Nachbarschaft schlachten. Also extrem regional, ökologisch und kein Massenschlachthof. 

Zu den eierlegenden Hennen:

Da wir ja die weiblichen Tiere, also die Schwester-Hennen weiterhin benötigen, weil sie uns die Eier legen, werden ja zu gleichen Teilen auch die Brüder aus dem Ei schlüpfen. Diese Brüder sollen auch leben können. Das heißt aber auch, die Erzeuger müssen die Bruderhähne auch verkaufen können. Als Küken wird das nicht gelingen, sie wird kaum jemand erwerben. Also werden die Küken zu großen Hähnen in gesunden Verhältnissen aufgezogen. 

In der Natur würden sich die Brüder bekämpfen, weil zuviele Hähne nicht in einem Volk gemeinschaftlich leben könnten. Die Herren Hähne bekämpfen sich solange bis der schwächere unterliegt. Oder andere Raubtiere würden die Hähne reißen, denn die Hähne geben sich in der Not für ihr Volk dem Angreifer hin. 

..und wenn die Brüder nun nicht mehr geschreddert oder vergast werden, was tun wir mit den Brüdern? Wir bieten ihnen ein gutes Leben, mit lecker Futter und scharren und krähen, bis sie uns als gutes Nahrungsmittel dienen können. 


Von der Internetseite Ökolandbau.de

Aus ökolandbau.de

Die Haushalte in Deutschland kauften 2019 rund 7.600 Tonnen Bio-Geflügel und damit etwa zehn Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Doch die Preisaufschläge zum konventionellen Produkt sind hoch und bremsen die Kauflust bei manchen Kundinnen und Kunden. Auch darf die Zuwachsrate bei der Einkaufsmenge nicht überbewertet werden: Bio-Geflügelfleisch stellte beispielsweise im ersten Halbjahr 2020 gerade mal einen Absatzanteil von knapp zwei Prozent an der gesamten Geflügelfleischproduktion.

Video auf YouTube zum Bruderhahn und Henne aus Ökolandbau.de 



Ein anderer Geflügelzüchter


Biolandhof Bodden in Goch

Ein regionaler Bioland Erzeuger, Bio- Geflügelzuchtpionier, ein langjähriger Bioland- Ackerbauer und tierhaltender BioHof: Biolandhof Bodden

Unser Geflügelerzeuger der Biolandhof Bodden in Goch, hat das Thema ehrliche Aufzucht von Tieren schon vor Jahren begonnen, er züchtet Bio-Geflügel und liefert es an Biohöfe in NRW aus. So auch zu uns auf dem Schniedershof die Hennen und  BRUDERHÄHNE! 

Denn, die Bruderhähne können nicht viele Jahre alt werden, sie sollten zeitig der menschlichen Ernährung dienen. Dazu benötigen wir Kunden, die die Hähnchen kaufen. 

Das Problem; die Bruderhähne sind NICHT die gewohnten Hähnchen im Miniformat und haben rein gar nichts mit den hier von uns angebotenen Bruderhähnen zu tun. 

Folgendes von der Internetseite des Züchters Biolandhof Bodden:

Mit unseren Eiern Zukunft gestalten

Ab 01.01.2022 ist das Kükentöten in Deutschland gesetzlich verboten. Große Handelsketten werben seit einiger Zeit damit, dass sie zukünftig nur noch Eier „ohne Kükentöten“ anbieten werden. Leider bedeutet dies nicht automatisch, dass auch die Hähne aufgezogen werden. Weit verbreitet ist die sogenannte „In-Ovo-Selektion“, also die Geschlechtsbestimmung im angebrüteten Ei: Eier mit männlichen Embryonen werden zurzeit nach der Hälfte der Brutzeit aussortiert und einfach nicht mehr weiter bebrütet.

 

Diese Praxis genügt unseren ethischen Ansprüchen an eine artgerechte Tierhaltung und zukunftsfähige Landwirtschaft nicht. Glücklicherweise haben sich auch alle Bioanbauverbände (u.a. Bioland, Demeter und Naturland – nicht jedoch EU-BIO!) dagegen ausgesprochen! Eine vorübergehende Alternative zum Kükentöten ist daher die Aufzucht der männlichen Legehennenküken als sogenannte Bruderhähne.

 

In den letzten Jahren haben wir immer mehr und inzwischen werden auch alle Brüder mit aufgezogen. Bei uns werden sie 4-5 Monate alt, genießen neben Biofutter, viel Platz/ Auslauf, frische Luft und können ihren natürlichen Bedürfnissen nachgehen.  Am Ende ihres aktiven und artgerechten Lebens veredeln wir sie dann zu einer Vielzahl an leckeren Produkten im Glas – die Sie hoffentlich schon in unseren beiden Verkaufsbüdchen entdeckt haben!

 

Schon gewusst?: Statistisch gesehen isst jeder/jede Deutsche im Jahr ca. 250 Eier. Dies entspricht etwa der Menge, die eine spezialisierte Bio-Henne in diesem Zeitraum legt. Eine Suppenhenne und ein Hahn gehören zu diesen Eiern somit untrennbar dazu.

 

Allerdings ist/ war die Bruderhahnaufzucht immer nur eine vorübergehende Alternative für uns, ändert sie doch nichts an den Strukturen der industriellen Geflügelwirtschaft mit ihren hervorgebrachten Hochleistungstieren! Langfristig gesehen stellt die Haltung von Zweinutzungshühnern für uns die einzige Lösung dar!

Seit 2015 sind wir nun schon Zuchtstandort der Ökologischen Tierzucht gGmbH und arbeiten aktiv an unserem Huhn der Zukunft mit: Zweinutzungstiere sind keine Hochleistungstiere. Dafür sind sie viel robuster, kommen prima mit regionalem Futter aus und setzen mehr Fleisch an (die Hennen ebenso wie ihre Brüder). Weder bei Eiern noch bei Fleisch können sie mit Hochleistungsrassen konkurrieren. Wir streben ein gesundes Mittelmaß an. Dies halten wir für DEN richtigen Weg und möchten unser Ziel auch konsequent verfolgen

In der konventionellen Geflügelzucht geht es bei Hühnern vor allem um möglichst viele Eier und viel Brustfleisch. Dafür müssen die jeweiligen Hühnerrassen entweder eine hohe Legeleistung bringen oder besonders schnell gemästet werden.

Außerdem werden die meisten männlichen Küken getötet, weil sie zu wenig Fleisch ansetzen.

Der Biolandhof Bodden in Goch-Hommersum geht einen ganz anderen Weg. Hier werden Zwei-Nutzungs-Hühner gezüchtet, bei denen es in erster Linie auf den feinen Geschmack der Eier ankommt und die Qualität des Hähnchenfleisches.

Wobei Hähnchen in diesem Fall wörtlich zu nehmen ist, denn bei Zwei-Nutzungs-Rassen sorgen die Hennen für die Eier, aber auch ihre männlichen Brüder, die die Hälfte der Küken ausmachen, dürfen weiterleben.

Über rund 100 Tage setzen sie mit hofeigenem Futter und artgerechter Haltung so viel Fleisch an, dass sich die Aufzucht lohnt.

Die Legehennen bei Bodden kommen zwar auch nicht auf dieselbe Menge an Eiern wie Hochleistungslegehennen, belohnen aber den etwas höheren Preis ihrer Qualitätseier mit sehr feinem Geschmack.


Oetz-logo - Naturkost Schniedershof - Ihr Biokisten Lieferservice vom Niederrhein

Glücklicherweise gibt es die ÖTZ, die ökologische Tierzucht.

Der Weg zum echten Biohuhn und Hahn. 

Die Zucht eines Huhns, das optimal an die Bedürfnisse des ökologischen Landbaus angepasst ist, ist sehr teuer. Wie können Verbraucher*innen uns auf dem Weg zum Öko-Huhn von morgen unterstützen?

EIER UND FLEISCH VON ÖTZ-TIEREN KAUFEN

Wenn die Möglichkeit besteht, kaufen Sie Eier und Fleisch von Tieren der Ökologischen Tierzucht.

  • ohne Kükentöten
  • ohne In-Ovo-Selektion (Geschlechtsbestimmung im Ei)
  • ohne Konzerne
  • ohne Käfighaltung
  • mit Hahnaufzucht (Bruderhahn)
  • Zweinutzung
  • Es gibt viel zu tun, kaufen wir ein. Danke für eure Hilfe! Euer Matthias Merholz

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