Matthias berichtet 2022 37/2022


Regenwolken ziehen über den Schniedershof

Endlich Regen!


Drahtwurmbefall bei Kartoffeln - Naturkost Schniedershof - Ihr Biokisten Lieferservice vom Niederrhein

Die Natur kann anscheinend weiter als wir schauen. Mir kommt dazu eben Goethes Naturgedicht von 1780 in den Sinn. Ich drucke einen Auszug hier unten:

Übrigens: Unsere Demeter Erzeuger sind sehr zufrieden mit der Ernte. Wenngleich manche Erzeugnisse nicht so gut weg gekommen sind mit der Hitze, wie z.B unsere Kartoffelernten. Manche Sorten wie die Laura, Nicola und Allianz haben beinah einen Totalausfall durch die lästigen Drahtwürmer. Dafür sind andere Sorten gut gediehen. Mal schauen, wie weit wir mit dieser Ernte kommen. Es sind genügend eingelagert.

Beim Gemüse gibt es beste Qualitäten. Jan und Bets van de Veen in Baexem ernten besten Broccoli, Kohlrabi, Romanasalat, Chinakohl, Buschbohnen und vieles mehr. Julian Koplin erntet schöne Salaten, noch ein paar Wochen kann er leckere Tomaten und Gurken ernten, Kürbisse werden geerntet und eingelagert, Sellerie und Kohlpflanzen stehen in bester Qualität auf dem Acker. Der Büschhof in Weeze erntet ebenso sehr gute Qualitäten. Auch dort werden viele Sorten Kürbisse geerntet und bald eingelagert, ein schwieriger Prozess, weil die gute Einlagerung maßgeblich die Lagerfähigkeit beeinflusst. Es ist sehr vieles im Gange auf unseren Höfen und wir freuen uns über jeden Kunden, der durch den Kauf unserer Erzeugnisse die Demeter- und Biohöfe in Ihrer wichtigen Arbeit unterstützt! Freut der gesunden Erzeugnisse!


Von Goethe:

Die Natur! Wir sind von ihr umgeben und umschlungen - unvermögend aus ihr herauszutreten, und unvermögend tiefer in sie hineinzukommen. Ungebeten und ungewarnt nimmt sie uns in den Kreislauf ihres Tanzes auf und treibt sich mit uns fort, bis wir ermüdet sind und ihrem Arme entfallen.  Sie schafft ewig neue Gestalten, was da ist, war noch nie, was war, kommt nicht wieder - alles ist neu, und doch immer das Alte.    Wir leben mitten in ihr und sind ihr fremde. Sie spricht unaufhörlich mit uns und verrät uns ihr Geheimnis nicht. Wir wirken beständig auf sie und haben doch keine Gewalt über sie. Sie scheint alles auf Individualität angelegt zu haben und macht sich nichts aus den Individuen. Sie baut immer und zerstört immer, und ihre Werkstätte ist unzugänglich.    Sie lebt in lauter Kindern, und die Mutter, wo ist sie? - Sie ist die einzige Künstlerin: aus dem simpelsten Stoff zu den größten Kontrasten; ohne Schein der Anstrengung zu der größten Vollendung - zur genausten Bestimmtheit, immer mit etwas Weichem überzogen. Jedes ihrer Werke hat ein eigenes Wesen, jede ihrer Erscheinungen den isoliertesten Begriff, und doch macht alles eins aus.    Sie spielt ein Schauspiel: ob sie es selbst sieht, wissen wir nicht, und doch spielt sie's für uns, die wir in der Ecke stehen.    Es ist ein ewiges Leben, Werden und Bewegen in ihr, und doch rückt sie nicht weiter. Sie verwandelt sich ewig, und ist kein Moment Stille stehen in ihr. Für's Bleiben hat sie keinen Begriff, und ihren Fluch hat sie ans Stille stehen gehängt. Sie ist fest. Ihr Tritt ist gemessen, ihre Ausnahmen selten, ihre Gesetze unwandelbar.      Gedacht hat sie und sinnt beständig; aber nicht als ein Mensch, sondern als Natur. Sie hat sich einen eigenen allumfassenden Sinn vorbehalten, den ihr niemand abmerken kann.

Die Menschen sind alle in ihr und sie in allen. Mit allen treibt sie ein freundliches Spiel und freut sich, je mehr man ihr abgewinnt. Sie treibt's mit vielen so im Verborgenen, daß sie's zu Ende spielt, ehe sie's merken.

Auch das Unnatürlichste ist Natur, auch die plumpste Philisterei hat etwas von ihrem Genie. Wer sie nicht allenthalben sieht, sieht sie nirgendwo recht.   Sie liebt sich selber und haftet ewig mit Augen und Herzen ohne Zahl an sich selbst. Sie hat sich auseinandergesetzt, um sich selbst zu genießen. Immer läßt sie neue Genießer erwachsen, unersättlich sich mitzuteilen.    Sie freut sich an der Illusion. Wer diese in sich und andern zerstört, den straft sie als der strengste Tyrann. Wer ihr zutraulich folgt, den drückt sie wie ein Kind an ihr Herz…

Geht noch weiter. Bitte Online weiter lesen, oder im Goethe Buch, Band 13.
https://anthrowiki.at/Bibliothek:Goethe/Naturwissenschaft/Die_Natur

Euer Matthias Merholz


Grünkohl pflanzen auf dem Schniedershof

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