Matthias berichtet 2022 43/2022


Endivien und Salate sind ein empfindliches Gemüse.


Sie gedeihen in den warmen Zeiten zügig und gut, sind gesund und wohlschmeckend. Aber sie bekommen auch schnell Krankheiten, wenn das Wetter nicht mitspielt.

Im konventionellen Anbau werden sie meist sehr viel mit Pestiziden behandelt. Diese Salate würde ich nicht essen. Biologisch angebaute Salate bekommen keine synthetischen Pestizide. Noch nie behandelten wir unsere Salate mit einem chemischen Mittel. Eissalat ist schwieriger zu kultivieren. Alle diese feinen Salate können aber nicht bis in die dunkle Jahreszeit hin auf dem Acker verbleiben und geerntet werden. Dann würden sie so unansehnlich, dass niemand sie kaufen möchte. Zudem schießen sie dann durch und wollen in Blüte gehen. Das macht es aus, dass es im späten Herbst und Winter KEINE feinen Salate regional gäbe, wenn wir wir sie nicht aus anderen dafür klimatisch begünstigteren Regionen bekämen.

Im Gewächshaus kann länger angebaut werden. Wir bekommen viel aus der Bretagne oder Süd-Frankreich.

Wir haben Endivien angebaut, auch mit dem Ziel ihn solange als möglich auf dem Gemüseacker stehen zu lassen, um ihn dann in der späten Herbsteszeit für unsere Biokiste ernten zu können. Das kann man so machen. Wir haben darin noch nicht sehr viel Erfahrung gesammelt, denn meist erntet man den Endiviensalat zuvor ab, weil die Schadengefahr ist groß.

Vor allem große Fröste können ihn schädigen, wenn die äusseren Ränder befrieren, braun werden, später faulig. Den ganzen Kopf selber wird der Frost nicht schädigen können, dann müßte lange strenge Kälte kommen. Aber die fauligen Ränder will eben auch niemand haben, das wird reklamiert.

Kann man dennoch im Herbst ernten? Ich wollte es einmal probieren, ob es dieses Jahr klappt. Denn das mit Klimawandel kann ja auch sein positives haben, indem man dem Klima hilft und späten Endivien anbaut und das Klima sagt, na, dann warte ich noch mit dem starken Frost.

Versuch macht kluch, oder? Zudem denke ich, haben wir eine tolerante Kundschaft. Darum erkläre ich das hier. So, jetzt beginnt aktuell der Endivien aber das zu zeigen, was eigentlich der Frost machen sollte, er wird am Blattrand etwas faulig. (Habe ein Foto gemacht, aber darauf sieht man das nicht so gut)


Endiviensalat mit Rändern - Naturkost Schniedershof - Ihr Biokisten Lieferservice vom Niederrhein

Hm, starker Frost war noch nicht. Was soll das denn nun, frag ich mich da! Das Wetter war an sich gut, bis auf den Hitze Sommer und nun dieses? Blätter am Endivien die aussen faulig werden vor dem starken Frost, das kann eigentlich nur durch die Sommerhitze gekommen sein.. Vermutlich wird es das sein.

Ich erinnere mich, dass wir bewässern mußten, weil der Boden doch sehr trocken wurde, - wir haben wirklich SEHR wenig bewässert, weil unser Boden inzwischen sehr fruchtbar ist, - aber die Pflanzen schlappten doch sehr in der Hitze und ich hatte Mitleid mit ihnen.

Den Endivien pflanzte ich ja im Juli, als es extrem warm war. Im August kann man auch noch pflanzen, danach wird es zu spät, sagt man. Vielleicht hätte ich da nicht bewässern sollen? Ich werde daraus lernen.

Mal schauen, wie wir zukünftig unsere Nahrung erzeugen können, spannend ist es auf jeden Fall.

Euer Matthias Merholz vom Schniedershof in Wachtendonk


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