Matthias berichtet 2022 51/2022


Cyclamenblüte

Die Natur.


Frost zum Jahresende und Weihnachten?

Frost  

Woche 5122

Bis gestern war ein langer Winterfrost. Plötzlich kommt der Regen. Die Natur kann einfach unglaubliche Dinge tun! Immer wieder erstaunt sie mich, wie allmächtig sie ist. Nun hat der Frost die am Boden liegenden Pflanzen so leblos gemacht, dass sie tiefgefroren der Dinge harren, bis wieder Leben in sie treten kann. Die meisten Pflanzen können das gar nicht ertragen, sie verkümmern. Glücklicherweise gibt es aber auch Pflanzen, die den Frost zwar erheblich spüren und ebenso erfrieren, aber sie schaffen es, dass nach dem Weichen der Frostkälte wieder Leben in sie einkehren kann. Sie können nach dem Tiefgefrieren wieder zum Leben kommen. Ich das nicht unglaublich? Ich meine schon. Beim Gemüse ist das aktuell z.B. der Feldsalat und der Grün- und Rosenkohl, die in die Biokiste Eingang finden sollten und nun nicht geerntet werden konnten, bzw. die Ernte erschwert wird, oder sogar unmöglich macht. So liegt aktuell der Feldsalat, Postelein, Grünkohl, Rosenkohl, Endiviensalat (kommt nun aus Italien) so am Boden, dass er nicht zu ernten ist, bzw; wenn wir ihn ernten würden, könnte man ihn nur ganz schnell verarbeiten. Er wird sonst glasig und weich, eben wie tiefgefrorenes Gemüse eben. Besonders, oder? Abgeschnitten vom lebendigen Boden kommt das Gemüse nicht wieder in das Leben. Bleibt die Beziehung zum Boden, kann die ganze Pflanze, wie gesagt, nicht alle können das, wieder zu einer lebendigen Pflanze werden. Ich das nicht ein Vertrauen- erweckendes Naturerlebnis?  

Weihnachten?

Danke für die vielen schönen Festtagsgrüße, die wir jetzt schon bekamen!

Das ist schön zu sehen, wie viele liebe Kunden wir haben. Wer kann damit nicht glücklich sein? Zu wissen, dass da viele liebe Menschen sind, denen wir eine gesunde Biokiste liefern dürfen! 

Das ist doch ein schönes Weihnachtsgeschenk für uns, oder?

Gerne werde ich das weiterreichen an unsere Erzeuger mit ihren Böden, ihren Pflanzen und Tieren, mit denen wir zusammenarbeiten. Auch unserem echten Bio- Großhandel in Nieukerk, mit dem eine jahrzehntelange Partnerschaft besteht. Und dem Großhandel Naturkost West in Duisburg, die uns u.a. auch die vielen Lebensmittel aus aller Welt, die via Biotropic importiert werden, regelmäßig und frisch 5 Tage die Woche in der Nacht anliefern. Die Lagerarbeiter und LKW Fahrer, die nachts für unsere Waren auf der Strasse sind. Die vielen Menschen, die auf den Bio-Höfen arbeiten und leben. Auch die Erzeuger in Übersee meine ich damit, denn auch in der Dominikanischen Republik, woher wir z.B. viele Bananen bekommen, wollen die Mitarbeiter der Erzeuger vielleicht ein frohes Fest feiern. Das wünsche ich mir zumindest, dass sie das können und dass sie in diesem Jahr mit dem Verkauf ihrer Bananen ein ausreichendes Einkommen erwirtschaften konnten. Das scheint mir unser Beitrag zu sein, dass wir uns bemühen den Absatz ihrer Erzeugnisse ausreichend und zum gerechten Preis zu ermöglichen. 

Die folgenden Jahre bieten noch genügend Möglichkeiten dazu. Das ist der ehrliche Zukunftsimpuls, den wir ergreifen können. Die Welt möchte etwas von uns, ein jeder kann diesem inneren Impuls nachspüren und ihn ganz individuell ergreifen.

Das passt zur Geburt des Jesus, der 30 Jahre später zum Christus wurde. 

Er setzte damals, und setzt noch heute, die Zukunftsimpulse für uns Menschen.

Als ein in der Natur arbeitender Mensch muss man ja lernen, dass manche Dinge länger benötigen, um zu reifen und zu entstehen, bis dass wir sie genießen können. 30 Jahre brauchte der Christus zu seiner Entwicklung. Dann arbeitete er 3 Jahre lang intensiv und musste dann gewaltsam sterben, weil die Menschen ihn nicht erkannten. Aber es waren keine unnützen drei Jahre. Im Gegenteil! Ich meine, es waren die wichtigsten drei Jahre der Erdenzeiten. Die inzwischen vergangenen 2000 Jahre zeigen, dass seine Zeit noch anhält und seine Arbeit nicht in kurzer Zeit vollendet wurde und auch nicht morgen vorbei sein wird. Im Gegenteil, sie dauert noch an! Immer noch sind wir gefordert sein Werk fortzusetzen. Jeder.

Das führt mich nochmal zu einem Gedankenimpuls, der mir in diesem Jahr immer wieder begegnet ist: Das Beleben des Bodens. Gerade jetzt in der Winterzeit ist das Bodenleben besonders lebendig, innerlich, alles hat sich zurückgezogen aus der äußeren Natur, um so mehr Leben findet gerade im Erdreich statt, sammelt sich und bereitet sich vor.

Obwohl ich davon ausgehe, dass alle fleißige Goethe Leser sind, bringe ich hier einen Teil seiner Erkenntnisse der Natur:

Die Natur

Natur ! Wir sind von ihr umgeben und umschlungen - unvermögend aus ihr herauszutreten, und unvermögend tiefer in sie hineinzukommen. 

Ungebeten und ungewarnt nimmt sie uns in den Kreislauf ihres Tanzes auf und treibt sich mit uns fort, bis wir ermüdet sind und ihrem Arme entfallen.

Sie schafft ewig neue Gestalten, was da ist, war noch nie, was war, kommt nicht wieder - alles ist neu, und doch immer das Alte.

Wir leben mitten in ihr und sind ihr fremde. 

Sie spricht unaufhörlich mit uns und verrät uns ihr Geheimnis nicht. Wir wirken beständig auf sie und haben doch keine Gewalt über sie.

Sie scheint alles auf Individualität angelegt zu haben und macht sich nichts aus den Individuen.

Sie baut immer und zerstört immer, und ihre Werkstätte ist unzugänglich.

Sie lebt in lauter Kindern, und die Mutter, wo ist sie? - Sie ist die einzige Künstlerin: aus dem simpelsten Stoff zu den größten Kontrasten; ohne Schein der Anstrengung zu der größten Vollendung - zur genausten Bestimmtheit, immer mit etwas Weichem überzogen. Jedes ihrer Werke hat ein eigenes Wesen, jede ihrer Erscheinungen den isoliertesten Begriff, und doch macht alles eins aus.

Sie spielt ein Schauspiel: ob sie es selbst sieht, wissen wir nicht, und doch spielt sie's für uns, die wir in der Ecke stehen.

Es ist ein ewiges Leben, Werden und Bewegen in ihr, und doch rückt sie nicht weiter. 

Sie verwandelt sich ewig, und ist kein Moment Stillestehen in ihr. ...

Sie hat mich hereingestellt, sie wird mich auch herausführen. Ich vertraue mich ihr. Sie mag mit mir schalten. Sie wird ihr Werk nicht hassen. Ich sprach nicht von ihr. Nein, was wahr ist und was falsch ist, alles hat sie gesprochen. Alles ist ihre Schuld, alles ihr Verdienst.

J.W.Goethe und ich, 

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