Frühlings- Bund- oder auch Lauchzwiebel
Frühlingszwiebel
Ich komme eben, Samstag 18°°, vom Gemüseacker von unserem Gärtnerbetrieb
Lankerskate in Mehrhoog. Wir haben einen Teil des Gemüse geerntet, u.a. auch Bundzwiebeln, was für die folgende Woche für unsere Biokiste bestellt wurde, und was an Demeter-Gemüse an unseren Bio-Großhandel Rhein Maas in Nieukerk geht.
Oder Bundzwiebel
Hier im Bild sieht man Roland, einer der Gärtner, der die Bundzwiebeln im Wasserbad reinigt. Diese Bundzwiebeln wurden händisch und in gebückter Haltung von Menschen geerntet. Ich betone das, weil man leicht geneigt ist zu glauben, dass das ja heute alles Maschinen machen. Das ist bei uns nicht der Fall, dass viele Maschinen eingesetzt werden können. Gemüsebau ist doch meist Handarbeit! Aber auch eine schöne Handarbeit, wenn die Qualität des Gemüses gut ist, es sich leicht ernten läßt, wenn das Wetter gut mitspielt, das Unkraut nicht zu hoch wachsen konnte, und wenn der Gärtner weiß, dass dieses Erzeugnis auch noch nette Menschen bekommen, die dafür den gerechten Preis entrichten werden.
Das sind dann beste Bedingungen für eine gesunde Ernährung.
Aber ihr seht an diesem Beispiel, es gehören mehrere Bedingungen dazu, das es zu einem guten Ergebnis gelangt. Wir arbeiten mit unserer Biokiste schon seit mehr als 30 Jahren an guten Bedingungen für eine gesunde Nahrungskette! Da können auch widrige Faktoren dazwischen kommen.
Hier bei der Bundzwiebel war es so, dass der Boden z.Zt. des Wachstums nicht optimal gedüngt war! Demeter Gärtner nutzen ja aus Erkenntnis KEINEN Kunstdünger zur Düngung! Die gesunde Düngung für den Boden ist eine eigene Wissenschaft und eine Voraussetzung für ein gesundes Bodenleben. Als die Bundzwiebel ihr Wachstum aufnahm war es noch kalt und widriges Wetter. Das wird die Ursache gewesen sein, dass das Laub eher gelblich als grünlich wurde. Eine gut ernährte Zwiebel hat eher eine gesunde grünliche Farbe. Es mag sein, dass die Zwiebel, wenn sie denn länger im Boden verweilt wäre, dann später mehr zum grünlichen tendiert hätte. Das war uns aber nicht gewünscht, denn sie sollte als junge Bundzwiebel, man kann auch Frühlingszwiebel dazu sagen, in unsere Biokiste kommen. Die gewöhnliche Zwiebel bekommen andere Bedingungen, damit sie zu einer großen Zwiebel reifen kann.
Daran kann man vielleicht erkennen, wie es dem Gärtner manchmal gehen kann, wenn etwas vielleicht nicht ganz optimal verläuft.
Gurken
Die ersten Gurken konnten im Gewächshaus geerntet werden!
Einige wenige Meter neben den eben beschriebenen Frühlingszwiebeln wachsen im modernen Gewächshaus die Schlangengurken heran. Die Pflanzen lieben die gedeihliche Wärme, bitte keine übermäßige Hitze, und wenn der Boden gut biologisch gepflegt wurde, dann wachsen herrlich leckere Gurkenpflanzen an Schnüren hinauf. Der Gärtner muss diese stets pflegen und beobachten, er muss sie hochbinden und schlechte Blätter und Früchte zeitig entfernen. Schon recht schnell kann er die kleinen ernten, die aber nicht in den Verkauf gehen, weil sie nur wenige Zentimeter haben.
Diese Gurken wurden im kalten Gewächshaus groß gezogen, sie hatten keine Heizung nötig. Sie wachsen ganz in natürlicher Erde und nicht in Substraten mit Kunstdünger-lösung gedüngt, wie es heute eigentlich im konventionellen Anbau üblich ist. Wir haben eine hervorragende Qualität, die es selten gibt.
Je nach dem künftigen Wetter wird die Ernte. Gibt es dunkle, regnerische lange Perioden, dann leidet die Pflanze und wird krank. Daher wird dieser Anbau im kalten Gewächshaus eher selten gemacht, meist nur noch auf Biobetrieben. Ansonsten kämen sie auf fernen Ländern, oder aus geheizten Gewächshäuser. Genießt also diese Früchte bitte.
Unten sehr ihr zunächst die Tomaten, dann links Tomaten, rechts die Gurken, darunter die Gurken, die durch die extreme Sommerhitze sehr gelitten haben. Zukünftig muss man neu lernen, wie mit dem Klimawandel gearbeitet werden muss.

